Teil 2: Aufbau

Wenn dir der Guide geholfen hat, dein eigenes Mining Rig aufzubauen, kannst du dir überlegen, mir ein Bier auszugeben:

 

Die BTC Adresse lautet: 3HqKw3tAjYNAJ4TQ8PJbvSFkUNBRxNdku3

Dieser Teil kann ziemlich kurz gehalten werden, da ich meiner Meinung nach alles Wichtige in meinem Video Teil 2 zu "How to build a Mining Rig" beschreibe. Das Video dazu findest du hier oder weiter unten unter Aufbau.

 

Trotzdem möchte ich noch kurz auf einige Schwierigkeiten eingehen, die beim Aufbau aufgetreten sind. 

 

Prinzipiell ähnelt der Aufbau eines Mining Rigs sehr dem eines normalen PCs. Der einzige Unterschied liegt in der höheren Anzahl an verbauten Grafikkarten und dem fehlenden Gehäuse. Sollten also Fragen trotz des Videos und dieses Guides auftauchen, so schaut euch einfach Anleitungen an, die euch zeigen, wie man einen PC aufbaut.

Vorbereitung

Gut, du hast alle notwendigen Komponenten vor dir liegen und möchtest nun mit dem Aufbau beginnen? Dann erde dich erstmal! Heißt, du gehst zur nächsten Heizung und berührst diese, damit jegliche elektronische Aufladung aus deinem Körper verschwindet. Diese sogenannte Reibungselektrizität aufgrund vorherigem Kontakt mit Kunststoff oder bestimmten Kleidungsstücken kann dazu führen, dass bei unsachgemäßer Handhabung einzelne Komponenten deines Mining Rigs so in Mitleidenschaft gezogen werden, dass es zu einem technischen Defekt kommen kann. Insbesondere bei kleineren Komponenten wie dem RAM-Modul ist die Chance höher, dass man durch statische Aufladung einzelne Datenleitungen so beschädigt, dass der RAM nicht mehr vom Mainboard erkannt wird.

Des Weiteren empfehle ich eine Arbeitsfläche, die gegen solche Probleme schützt. Das inkludiert Arbeitsflächen aus Holz oder spezielle Antistatikmatten. Wie im Video gezeigt, tut es zur Not auch einfach Pappe. Alternativ kann ich dir auch ein ESD-Armband empfehlen.

Aufbau

Wie bereits gesagt, folgt einfach meiner Anleitung in dem Video. Lest euch insbesondere noch einmal in Teil 1 noch einmal den Abschnitt über die PCIe Riser durch. Das ist der Teil, der am meisten vom gewöhnlichen PC-Zusammenbau abweicht.

Schwerpunkt Mainboard

Hier bekommst du einen kurzen Eindruck davon, wie das Mining Rig aussieht, wenn es vollständig angeschlossen wurde und betriebsbereit ist. Die PCIe x1 Slots übermitteln Daten von den Grafikkarten, die sich unter dieser Vorrichtung befinden und über die PCIe Riser über USB miteinander verbunden sind. Das blaue Kabel übermittelt dabei die Daten über USB 3.0, was allerdings nicht notwendig ist. Der 24pin-Connector versorgt das Mainboard mit Strom, wohingegen der 8pin-Connector die CPU mit Strom versorgt. Beide Anschlüsse werden direkt mit dem Netzteil verbunden. Der Rest der Abbildung sollte an dieser Stelle bereits selbsterklärend sein.

 

WICHTIG: Macht ein Update auf das neueste BIOS eures Mainboards. Dies findet ihr auf der Herstellerseite unter Treiber und Support! Nur so kann ein reibungsloser Zusammenbau ermöglicht werden. Diverse Videos zu einem BIOS- Update existieren auf Youtube. Bei Gelegenheit lade ich auch eins hoch diesbezüglich.

Tipps für den Aufbau

- Nutzt am besten die integrierte Grafik eures Mainboards für die Darstellung. Dazu müsst ihr im BIOS die interne Grafik auf enabled oder aktivieren schalten und die Initialisierung des Monitors auf IGFX. In das BIOS gelangt ihr meist über die F12 Taste oder die DEL-Taste, abhängig vom Hersteller. Das sollte dann in etwa so aussehen wie oben auf dem Bild (abhängig vom Mainboard-Hersteller).

 

- solltest du zusätzlich Molex Anschlüsse an deinem Mainboard haben, so solltest du diese auch verwenden. Schließe dazu einfach die Molex Kabel von deinem Netzteil an deinem Mainboard an.

 

- da du schon im BIOS bist, kannst du auch direkt die Audiotöne abschalten und PCI-E auf Auto.

 

- falls die Option zur Verfügung steht, so aktiviere auch gleich above 4G, eine Funktion, die das Mainboard darauf optimiert, mit mehr als 4 Grafikkarten zu laufen.

Schließe zunächst KEINE Grafikkarte an den PC an und versuche, das Mining Rig nur anhand von CPU, RAM, SSD und Mainboard sowie deren integrierte Grafik zum Laufen zu bringen. D.h. das du deinen Monitor erst einmal an den internen Anschluss, welcher ein VGA, DVI oder HDMI Anschluss sein kann, anschließt und schaust, ob die Komponenten Probleme bereiten oder bereits miteinander harmonieren.

Schwerpunkt Netzteil

In dieser Abbildung zeige ich dir die verschiedenen Kabelausgänge des Netzteils. Die Hauptaufgabe des Netzteils besteht darin, das Mining Rig mit Strom zu versorgen. Dazu bedient es sich einem 24-pin-Connector für das Mainboard, 4mal 6+2pin-VGA-Connector für die Grafikkarten (das indiziert zugleich eine maximale Anwendbarkeit auf maximal 4 Grafikkarten), 8pin-CPU-Connector zur Versorgung der CPU mit Strom, SATA-Connectoren für die SSD bzw. Festplatte oder gar Risern (warum ich es nicht empfehle, steht in Teil 1) und zuletzt dem PERIF-Connector, um über die Molex-Stecker die PCIe Riser direkt mit Strom zu versorgen (ohne Umweg über SATA).

 

Tipp: Verbinde nie mehr als 2 Grafikkarten an einem Molex/SATA Kabel, da diese aufgrund des hohen Verbrauches schmelzen oder gar anbrennen können!

Schwerpunkt PCIe Riser

Dieser Text wurde größtenteils aus Teil 1 übernommen, soll aber die besondere Bedeutung der direkten Versorgung der Riser mit Strom aufzeigen.

Hier wurde der PCIe Riser über die Molex- Verbindung direkt mit dem Perif-Anschluss des Netzteils verbunden. Achte auch darauf, wieviel Molex-Anschlüsse euer Netzteil besitzt. Mein 850W Netzteil hatte beispielsweise nur 2 Molex-Anschlüsse, was bedeutet, dass ich maximal 2 PCIe Riser über die Molex Anschlüsse betreiben kann. Hier sei auch nochmal darauf hingewiesen, dass einige Kabel des Netzteils zu kurz geraten könnten und ihr noch einige Verlängerungen benötigt, siehe hier. 

Impressionen von einem fertigen Mining Rig mit 4 GPUs

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